Satzung des ADOPTIEREN STATT KAUFEN – Europäische Tiernotrettung e.V.

 

§1 Name und Sitz

Der Verein führt den Namen: ADOPTIEREN STATT KAUFEN – Europäische Tiernotrettung e.V.

 

Der Verein hat seinen Sitz in
Winckelmannstr. 31
12487 Berlin

 

Der Verein ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Berlin (Charlottenburg) unter der Nr. VR 35463 eingetragen.

Der Verein ist überregional und international tätig.

 

§2 Zweck des Vereins

 

Zweck des Vereins ist die Förderung des Tierschutzes, insbesondere die Hilfe für in Not geratene Hunde und Katzen auch im europäischen Ausland; Außerdem die Verhinderung von Tierquälerei und Misshandlungen, die Förderung einer tiergerechten Unterbringung, Versorgung und Heilbehandlung, sowie die Aufklärung der Öffentlichkeit über die Notwendigkeit des Tierschutzes.

 

Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch:

  1. die Vermittlung von kranken, notleidenden, herrenlosen oder von der Tötung bedrohten Hunden und Katzen an geeignete Personen oder Stellen, die eine gewissenhafte Betreuung und artgerechte Unterbringung und Haltung garantieren können und glaubhaft erkennen lassen
  2. Aufklärung, Betreuung und Organisation von Pflege- und Endstellen, die sich für die Pflege oder Adoption eines Hundes oder einer Katze entscheiden. Dies geschieht unter anderem mit Hilfe von persönlichen Gesprächen und Telefonaten durch erfahrene Tierschützer, Vor- und Nachkontrollen, schriftliche Verhaltens- und Gesundheitshinweise oder Empfehlungen in Form von Informationsbroschüren o.ä., sowie ggfs. Überweisungen an erfahrene Tiertrainer oder Tierärzte
  3. Durchführung und / oder Finanzierung von Pflege- und Heilungsmaßnahmen an erkrankten, verletzten oder misshandelten Tieren vor Ort und in Deutschland, sowie die Sicherstellung einer ausreichenden tierärztlichen Versorgung. Dies beinhaltet auch die Kastration, vorbeugende Schutzimpfungen gegen Tierseuchen- und Krankheiten und die prophylaktische parasitäre Behandlung
  4. Organisation, Durchführung und Finanzierung sogenannter Kastrationsprojekte, bei denen herrenlose Straßentiere sterilisiert werden um eine Reduktion der Straßentierpopulation zu erreichen
  5. Aufklärungsarbeit in Bezug auf Straßentiere und Tiergesundheit über die Vereinshomepage adoptierenstattkaufen.de, Artikel in anderen Print- und Webmedien, sowie die Durchführung von Veranstaltungen und Aktionen auf öffentlichen Plätzen mit den Zielen:
    • das Bild des Tierschutzes positiv zu beeinflussen
    • über die Ursachen der „Straßentierproblematik“ aufzuklären und ein Bewusstsein über die aktuellen Zustände vor Ort zu schaffen
    • Lösungen für genannte Probleme aufzuzeigen und nach Möglichkeit umzusetzen
    • Verbreitung, Pflege und Förderung des Tierschutzgedankens insbesondere in Hinblick auf das Tier als (mit)fühlendes, soziales Wesen mit arttypischen Bedürfnissen
    • Förderung des Meinungsaustausches und der Meinungsbildung in Hinblick auf aktuelle Tierschutzthematiken

 

  1. Weiterbildungsmaßnahmen des Vorstandes oder aktiver ehrenamtlicher Mitglieder im Sinne des Tierschutzes, der Tiergesundheit und des Umgangs mit Hunden und Katzen z.B. in Form von Seminaren oder Lehrgängen
  2. Unterhaltung von Gnadenhöfen, Rettungsstationen und Tierheimen, sofern dies der Erfüllung und Zielsetzung des Vereines entspricht
  3. Unterstützung und Förderung kooperierender gemeinnütziger Organisationen oder Körperschaften des öffentlichen Rechts nach Maßgabe des § 58.1 AO, die die vorgenannten Aufgaben verfolgen
  4. Akquirierung von Spenden sowie Beschaffung von Mitteln durch Patenschaften, Veranstaltungen und Vermittlungsgebühren, für die Verwendung des in §2 genannten Vereinszweckes und die damit einhergehenden Aufwendungen

 

§3 Gemeinnützigkeit

 

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige

Zwecke im Sinne des § 52 Abs. 2 der Abgabenordnung.

 

Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.

 

Der Verein ADOPTIEREN STATT KAUFEN – Europäische Tiernotrettung e.V. ist konfessionell, politisch und weltanschaulich neutral und bekennt sich zur freiheitlich, demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.

 

Soweit der Verein mit seiner wirtschaftlichen Tätigkeit in Wettbewerb zu nicht begünstigten Betrieben derselben oder ähnlichen Art tritt, erfolgt dies nur in dem notwendigen Umfang um den Vereinszweck unmittelbar zu verwirklichen.

 

Die erhobenen Vermittlungsgebühren dienen ausschließlich der Kostendeckung. Dies beinhaltet die Kosten zum Tiererwerb, ggf. notwendige Heilbehandlungen, Transport und ggf. notwendige Zwischenhaltungen.
Durch die Mitgliederversammlung wird jährlich ein fester Kostensatz als Vermittlungsgebühr für die verschiedenen Tierarten unter Berücksichtigung der Herkunft, z.B. in Hinblick auf Ursprungsland und Art des Tierheimes festgelegt.

 

Dabei werden die Erfahrungen der vergangenen Jahre, insbesondere die tatsächlich entstandenen Kosten berücksichtigt. Ein ggf. entstehender Überschuss wird zweckgebunden in eine Rücklage eingestellt und in kommenden Perioden verwendet. Eine ggf. entstandene Unterdeckung wird mit eben diesen Rücklagen ausgeglichen.

 

 

Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

 

Die Mitglieder haben weder bei ihrem Ausscheiden, noch bei Auflösung des Vereins Ansprüche auf das Vereinsvermögen.

 

Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zwecke der Körperschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
Alle Inhaber von Vereinsämtern sind ehrenamtlich tätig.

 

§4 Mitgliedschaft

 

Mitglied des Vereins kann jede unbescholtene Person werden, die seine Ziele unterstützt. Bei minderjährigen Personen ist die Zustimmung des gesetzlichen Vertreters erforderlich.

 

Der Aufnahmeantrag ist schriftlich zu stellen. Über den Aufnahmeantrag entscheidet der Vorstand.

 

Die Mitgliedschaft erfolgt durch Vorstandsbeschluss und beginnt am 1. Tag des folgenden Monats.

 

Bei Ablehnung ist der Vorstand nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe der  Ablehnung zu nennen. Die getroffene Entscheidung ist endgültig. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Zu Ehrenmitgliedern können Mitglieder ernannt werden, die sich im Tierschutz allgemein, oder im Verein durch besondere Beteiligung und Verdienste verdient gemacht haben. Die Ehrenmitgliedschaft kann durch Beschluss der Mitgliederversammlung verliehen werden. Ehrenmitglieder sind vom Beitrag befreit.

 

§5 Beendigung der Mitgliedschaft

 

Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluss oder Tod.

 

Der Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem

Vorstand. Die schriftliche Austrittserklärung muss mit einer Frist von einem Monat gegenüber dem Vorstand erklärt werden.

 

Der Jahresbeitrag wird nicht zurückerstattet.

 

Bei beschränkt Geschäftsfähigen, ist die Austrittserklärung auch von einem gesetzlichen Vertreter zu unterschreiben.

 

Ein Ausschluss kann nur aus wichtigem Grund erfolgen. Wichtige Gründe sind insbesondere ein die Vereinsziele schädigendes Verhalten, die Verletzung satzungsmäßiger Pflichten oder Beitragsrückstände von mindestens einem Jahr.

 

Über den Ausschluss eines Mitgliedes entscheidet der Vorstand.

 

Der Ausschluss wird dem Mitglied schriftlich mitgeteilt.

 

Dem Mitglied ist unter Fristsetzung von zwei Wochen Gelegenheit zu geben, sich vor dem Vorstand zu den erhobenen Vorwürfen zu äußern. Der Beschluss des Vorstandes ist unanfechtbar.

 

Mit dem Ausschluss des Mitgliedes erlöschen alle Ansprüche aus dem Mitgliedsverhältnis. Das Vereinseigentum ist unaufgefordert unverzüglich zurückzugeben.

 

Die Ehrenmitgliedschaft endet mit der Aberkennung, wenn gegen den Tierschutz allgemein, oder gegen die Interessen des Vereins verstoßen wird.

 

Für den Ausschluss eines Vorstandsmitgliedes ist ausschließlich die

Mitgliederversammlung zuständig.

 

 

§6 Beiträge

 

Die Höhe der Mitgliedsbeiträge richtet sich nach der Beitragsordnung die durch die Mitgliederversammlung festgelegt wird. Dabei ist mindestens ein Jahresbetrag von 10,00 Euro zu leisten. Besteht keine gültige Beitragsordnung beträgt der Jahresbeitrag 10,00 Euro.

 

Der Beitrag kann auf Antrag gestundet, ermäßigt oder erlassen werden, da eine wirtschaftliche Notlage die Mitgliedschaft nicht hindern soll.

 

Der Beitrag für das laufende Jahr ist bis zum 31. Januar fällig.

 

Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.

 

 

 

§7 Organe des Vereins

 

Organe des Vereins sind:

 

die Mitgliederversammlung

 

der Vorstand

 

§8 Mitgliederversammlung

 

Die Mitgliederversammlung ist das oberste Vereinsorgan. Zu ihren Aufgaben gehören insbesondere die Wahl und Abwahl der Mitglieder des Vorstands, Entlastung des Vorstands, Entgegennahme der Berichte des Vorstandes, Wahl/Abwahl der Kassenprüfer/innen, Festsetzung von Beiträgen, Beschlussfassung über die Änderung der Satzung, Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins sowie weitere Aufgaben, soweit sich diese aus der Satzung oder nach dem Gesetz ergeben.

 

Die Mitgliederversammlung wird einmal jährlich einberufen.

 

Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn es das Vereinsinteresse erfordert oder wenn die Einberufung von 1/3 der Vereinsmitglieder schriftlich und unter Angabe des Zweckes und der Gründe verlangt wird.

 

Die Mitgliederversammlung entscheidet z. B. über a) Gebührenbefreiungen b) Aufgaben des Vereins c) Genehmigung aller Geschäftsordnungen für den Vereinsbereich d) Mitgliedsbeiträge e) Satzungsänderungen f) Auflösung des Vereins.

 

Jede satzungsmäßig einberufene Mitgliederversammlung wird als beschlussfähig anerkannt, ohne Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Vereinsmitglieder.

 

Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Mitgliederversammlung fasst ihre Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gilt ein Antrag als abgelehnt.

 

Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand unter Einhaltung einer Frist von einem Monat schriftlich unter Angabe der Tagesordnung einberufen.

 

Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung des Einladungsschreibens folgenden Tag. Das Einladungsschreiben gilt als den Mitgliedern zugegangen, wenn es an die letzte dem Verein bekannt gegebene Anschrift gerichtet war.

 

Die Tagesordnung ist zu ergänzen, wenn dies ein Mitglied bis spätestens eine Woche vor dem angesetzten Termin schriftlich beantragt. Die Ergänzung ist zu Beginn der Versammlung bekannt zu machen.

 

Anträge über die Abwahl des Vorstands, über die Änderung der Satzung und über die Auflösung des Vereins, die den Mitgliedern nicht bereits mit der Einladung zur Mitgliederversammlung zugegangen sind, können erst auf der nächsten Mitgliederversammlung beschlossen werden.

 

Die Mitgliederversammlung wird vom Vorstand geleitet.

 

Zu Beginn der Mitgliederversammlung ist ein Schriftführer zu wählen.

 

Satzungsänderungen des Vereins können nur mit einer Mehrheit von 3/4 der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.

 

Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.

 

Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, das vom Versammlungsleiter und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist.

 

§9 Vorstand

 

Der Vorstand besteht aus einem Vorsitzenden.

 

Der Vorsitzende vertritt den Verein gerichtlich und außergerichtlich

im Sinn des § 26 BGB.

 

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 5 Jahren gewählt.

 

Vorstandsmitglieder können nur Mitglieder des Vereins werden. Wiederwahl ist zulässig.

 

Der Vorstand bleibt solange im Amt, bis ein neuer Vorstand gewählt ist.

 

Dem Vorstand obliegt die Führung der laufenden Geschäfte des Vereins.

 

Der Vorstand übt seine Tätigkeit ehrenamtlich aus.

 

Aufwendungen, die dem Vorstand im Rahmen seiner Amtstätigkeit entstehen, können gemäß Einzelnachweise erstattet werden.

 

Beschlüsse des Vorstands können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich oder fernmündlich gefasst werden. Schriftlich oder fernmündlich gefasste Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen.

 

Die Vorstandsmitglieder haften nicht persönlich für etwaige finanzielle Verpflichtungen des Vereins.

 

Bei Beendigung der Mitgliedschaft im Verein endet auch das Amt als Vorstand.

 

§10 Geschäftsjahr und Rechnungsabschluss

 

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

Mit der Erstellung des Rechnungsabschlusses (Kassenberichts und Aufstellung des Vereinsvermögens) ist ein Angehöriger der steuerberatenden Berufe zu beauftragen.

 

Die Aufstellung des Rechnungsabschlusses hat bis 6 Monate nach Ablauf des Geschäftsjahres zu erfolgen.

 

Die Mitgliederversammlung stellt in Ihrer Mitgliederversammlung den Rechnungsabschluss fest.

 

§11 Kassenprüfung

 

Die Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von zwei Jahren eine/n Kassenprüfer/in.

 

Der Kassenprüfer darf nicht Mitglied des Vorstands sein. Wiederwahl ist zulässig.

 

Der Kassenprüfer hat die Ordnungsmäßigkeit der Buchführung und der Belege mindestens einmal im Geschäftsjahr sachlich und rechnerisch zu prüfen und bestätigt dies durch datierte Unterschrift.

 

Der Kassenprüfer erstattet der Mitgliederversammlung einen Prüfbericht und beantragt bei ordnungsgemäßer Führung der Kassengeschäfte die Entlastung des Schatzmeisters und des Vorstandes.

 

§12 Auflösung des Vereins

 

Für den Beschluss, den Verein aufzulösen, ist eine Einstimmigkeit der Mitglieder erforderlich. Der Beschluss kann nur nach rechtzeitiger Ankündigung in der Einladung zur Mitgliederversammlung gefasst werden.

 

Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an den gemeinnützigen Verein DEUTSCHER TIERSCHUTZBUND e.V. – In der Raste 10 – 53129 Bonn.

 

Der Einsatz des Vermögens ist ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige / mildtätige Zwecke zu verwenden. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vereinsvermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamtes ausgeführt werden.

 

§13 Satzungsänderungen

 

Satzungsänderungen können nur von der Mitgliederversammlung beschlossen werden.

 

Zu einem satzungsändernden Beschluss ist eine Mehrheit von 3/4 der anwesenden Stimmberechtigten erforderlich.

 

Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.

 

Hinsichtlich Satzungsänderungen, welche vom zuständigen Registergericht oder Finanzamt für erforderlich gehalten werden, wird der Vorstand ermächtigt, diese selbst mit einfacher Mehrheit zu beschließen und bei dem Registergericht anzumelden.